Letmathe in Lippe

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Erstellt von Heinz-Gerhard Letmathe, Bad Salzdetfurth.
Stand: 23. Apr. 2014   

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Bei der Suche nach meinen Vorfahren in Lippe habe ich inzwischen so viele Daten gesammelt, dass ich mich entschlossen habe diese in einer Übersicht zusammenzustellen, um anderen Familienforschern ein wenig Arbeit zu ersparen.

Diese Seiten sind mein Versuch, die genealogische Entwicklung der Familien Letmathe.. (mit all ihren unterschiedlichen Schreibweisen) in Lippe (früher Fürstentum, heute Landkreis in NRW) zu erfassen. Die Schreibweisen sind bei der Eintragung in den alten Kirchenbüchern fast beliebig verändert worden, so dass man daraus kaum Familienzusammenhänge ableiten kann. Eine endgültige Festlegung ist wohl erst Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgt.

Auch wenn ich hier überwiegend meine Schreibweise "Letmathe" verwende, sind natürlich bei meinen Ausführungen auch alle anderen gemeint.

Die Daten sind überwiegend von FamilySearch, erweitert durch eigene Aufzeichnungen und einige Daten vom Personenstandsarchiv Detmold und was ich sonst im Internet gefunden habe.

Die Mormonen (FamilySearch) haben um 1970 u.a. alle lippischen Kirchenbücher auf Mikrofilm kopiert und die daraus entstandene Datenbank im Internet veröffentlicht. Ich bin mir ziemlich sicher fast alle dort online zur Verfügung stehenden Daten, die Letmathe usw. in Lippe betreffen, gefunden und erfasst zu haben. 

Das Copyright der meisten Daten liegt daher bei: The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints, steht aber für private Zwecke zur freien Verfügung.

Die älteste Erwähnung des Namens Letmathe in Lippe, die ich bisher gefunden habe, stammt aus dem Jahre 1651. In Ohrsen erfolgten damals westlich des alten Ortskerns einige Neuansiedlungen, darunter auch ein Kleinkötter Letmathe (Letmad). Ohrsen gehört zum Kirchspiel Lage. Die Kirchenbücher von Lage beginnen aber erst 1702, so dass ich hier bei frühen Daten  nicht weiter fündig geworden bin. Der älteste Kirchenbucheintrag, den ich in Lippe gefunden habe nennt Berendt Lethmath, dessen  Kinder in den Jahren 1661 bis 1672 in Brake/Lippe getauft worden sind. Er war Weinschenk beim lippischen Grafen auf Schloss Brake. Der Grabstein seiner früh verstorbenen Frau befindet sich noch heute an der Kirche zu Brake. Siehe http://www.nhv-ahnenforschung.de/grabsteine/brake.htm.  Berendt Lethmath dürfte demnach um 1635 oder früher geboren sein. (1618-1648  30-jähriger-Krieg). Ab 1702 sind im Kirchenbuch von Lage mehrere Heiraten und Taufen mit dem Namen Letmathe verzeichnet. Im Kirchenbuch von Oerlinghausen ab 1684.

Nach allem, was ich bisher gefunden habe, ist der Familienname Letmathe in Deutschland nur einmal entstanden und zwar um 1200 im Haus Letmathe in der heutigen Stadt Letmathe (seit 1975 Stadtteil von Iserlohn). Somit sind alle heutigen Träger des Namens (mit all seinen Schreibweisen) miteinander verwandt, wenn man nur weit genug zurück geht. Letzter gemeinsamer Vorfahre aller? heutigen Letmathe ist angeblich Johann von Letmathe zu Langen (1514-1591). Alle anderen Nebenlinien sind in der männlichen Nachfolge angeblich seit langem ausgestorben.

Von den 9 bekannten Söhne des Johann von Letmathe hat mit ziemlicher Sicherheit keiner in Lippe gelebt. Es kommen somit frühestens seine Enkel oder Urenkel in Frage. Man kann daher davon ausgehen, dass die ersten Letmathe Anfang bis Mitte des 17. Jahrhunderts nach Lippe gekommen sind.

Eine sehr umfangreiche Datensammlung zu Letmathe hat Piet Litmaath zusammengetragen. Die Seiten sind zwar überwiegend in holländisch, aber mit ein wenig Übung versteht man das ganz gut. Nach seinen Angaben sollen die Letmathe in Lippe von Hermann Letmathe abstammen, der um 1600 Bürger von Dortmund war.

Es sind aber sicherlich auch noch andere Wege denkbar. Die Mehrzahl der Familien Letmathe, Lethmate u.s.w. lebten damals im Raum Dortmund und im Raum Münster / Rheine. Im Münsterland ist im 17. Jahrhundert durch die Kriegswirren, die Reformation und die anschließende Gegenreformation einige Unruhe entstanden, so dass es gut möglich ist, dass damals Personen oder ganze Familien nach Lippe ausgewichen sind, da hier die evangelische Bewegung zu der Zeit bereits fest verankert war.

Bereits um 1600 wird ein Christian Letmate als Hausbesitzer in Herford erwähnt. Auch ein Henrich Letmate wird zu der Zeit in Herford genannt. Die Fürstabtei Herford hatte damals umfangreichen Besitz in Rheine, Münster und Umgebung. Es ist demnach auch möglich, dass die ersten Letmathe schon vor dem 30-jährigen Krieg über Herford nach Lippe gekommen sind.